500 Nutzer auf Streckenkunde Digital
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Heute ist ein schöner Tag für mein Herzensprojekt: Streckenkunde Digital wird mittlerweile von mehr als 500 Nutzer:innen aktiv verwendet. Als ich die Anwendung im Rahmen meiner Abschlussarbeit entwickelt habe, hätte ich nicht damit gerechnet, dass sich die Plattform in so kurzer Zeit einen festen Platz im Alltag vieler Triebfahrzeugführer:innen erarbeitet.
Was ist Streckenkunde Digital?
Streckenkunde Digital ist eine webbasierte Anwendung, die Triebfahrzeugführer:innen dabei unterstützt, ihre jährlich nachzuweisende Streckenkunde digital zu erfassen und zu verwalten. Strecken, Wegpunkte, Baureihen und Touren lassen sich dort strukturiert dokumentieren – und Erinnerungen sorgen dafür, dass keine ablaufende Streckenkunde übersehen wird. Mehr Hintergrund zum Projekt gibt es in dieser Vorstellung und im Jahresrückblick 24/25.
Ohne Papier und ohne Werbung
Von Anfang an war mir wichtig, dass die Plattform für die Nutzer:innen kostenlos bleibt. Keine Abos, keine versteckten Paywalls und keine Werbebanner. Streckenkunde Digital ist ein Privatprojekt, das ich in meiner Freizeit entwickle und betreibe – finanziert ausschließlich über Spenden. Dass das Projekt heute bei 500 aktiven Nutzer:innen steht, zeigt mir, dass dieser Weg für viele genau richtig ist.
Was hinter den Kulissen passiert
Was von außen wie eine “fertige” Webanwendung wirkt, ist tatsächlich ein laufender Betrieb mit vielen kleinen Aufgaben – und die landen alle bei mir. Ein unvollständiger Ausschnitt davon, was so ein Projekt im Alltag bedeutet:
- Support per E-Mail: Fragen zu Funktionen, vergessene Passwörter, Hinweise auf unklare Begriffe, Feature-Wünsche. Ich beantworte jede Zuschrift persönlich – das nimmt teils mehrere Stunden pro Woche in Anspruch.
- Fehlerbehebung: Gemeldete Bugs analysieren, reproduzieren, beheben, testen und ausrollen. Manchmal sind es Kleinigkeiten, manchmal stundenlange Spurensuche.
- Updates und Weiterentwicklung: Neue Funktionen, Anpassungen an Feedback, Modernisierung der Codebasis, Abhängigkeiten aktuell halten. Sicherheitsrelevante Updates haben dabei Vorrang, auch wenn sie “von außen” niemand sieht.
- Administration: Server betreuen, Backups prüfen, Monitoring im Blick behalten, Domain, SSL-Zertifikate, E-Mail-Versand, Störungen beheben – gerne auch mal am Wochenende oder spät abends, wenn es brennt.
- Dokumentation und Kommunikation: Hilfetexte schreiben, Änderungen ankündigen, Rückfragen in Ruhe erklären.
- Organisatorisches: Buchhaltung, Datenschutz, Rechtliches, Spenden-Abrechnung – der unsichtbare, aber unvermeidbare Teil eines Dienstes, der öffentlich erreichbar ist.
All das passiert in meiner Freizeit – neben Beruf, Familie, Feuerwehr und den anderen Dingen, die das Leben so ausmacht. Ich mache das sehr gerne, sonst gäbe es das Projekt längst nicht mehr. Aber es ist eben auch ehrliche Arbeit: denken, schreiben, testen, antworten, pflegen. Jeden Tag ein bisschen.
Warum Spenden wirklich helfen
Streckenkunde Digital ist und bleibt kostenlos. Gleichzeitig verursacht der Betrieb laufende Kosten – Server, Domain, Dienste, gelegentliche Anschaffungen für die Weiterentwicklung. Im letzten Jahresrückblick standen 79,40 € Einnahmen 314,57 € Kosten gegenüber. Das ist, ehrlich gesagt, weit weg von kostendeckend – und es rechnet noch keine einzige Stunde Arbeit ein.
Damit das Projekt langfristig bestehen kann, ohne dass ich irgendwann Werbung, Tracking oder eine Paywall einführen muss, bin ich auf Unterstützung angewiesen. Jeder Betrag hilft – auch kleine. Wenn dir Streckenkunde Digital im Alltag schon einmal den Kopf freigehalten hat, überlege, ob dir das einen Kaffee pro Jahr wert ist:
Danke
Ein riesiges Dankeschön geht an alle, die das Projekt begleiten: an die Nutzer:innen, die mir regelmäßig Feedback schicken, Fehler melden und Funktionswünsche einbringen. An alle, die schon gespendet haben und damit Serverkosten, Domain und kleine Weiterentwicklungen überhaupt erst möglich machen. Und an alle, die es weiterempfehlen – das meiste Wachstum passiert schlicht durch Mundpropaganda unter Kolleg:innen.
Wie es weitergeht
500 ist eine schöne Zahl, aber kein Endpunkt. Der Fokus liegt weiterhin auf einer stabilen, ruhigen Anwendung, die sich gut in den Arbeitsalltag einfügt. Ganz oben auf der Liste stehen eine bessere mobile Nutzung, weitere Verbesserungen an der Baureihen-Dokumentation und eine noch klarere Übersicht bei vielen parallel laufenden Streckenkunden. Wer Streckenkunde Digital noch nicht kennt, kann es gerne einmal ausprobieren: Streckenkunde Digital ausprobieren